Generalüberholung der Orgel

Orgel (12)  Am 19. September 1971 wurde unsere Schuke-Orgel mit einem Konzert und dem nachfolgenden Matthäus-Fest feierlich eingeweiht. Am 17. Dezember 1968
war die Orgel rechtskräftig bestellt worden, sie sollte ca. 120.000 D-Mark kosten. „Zuviel? Darüber werden endgültig wohl erst künftige Generationen entscheiden
können, die wirklich beurteilen können, was die Matthäusgemeinde aus dieser Orgel gemacht hat. Jedenfalls war es aber eine große Herausforderung an
die Gebefreudigkeit der heutigen Matthäusgemeinde, da für die Anschaffung der Orgel keine Mark Kirchensteuermittel zur Verfügung stand“ (Anstoß vom 4.Juli
1970). Dies antwortete Pfarrer Schimmel auf die Frage, ob die veranschlagten 120.000 D-Mark nicht zuviel für eine Gemeinde seien. Der Betrag kam ausschließlich
durch Spenden der Gemeindeglieder zusammen!
Betrachtet man die anstehende Generalüberholung der Orgel aus diesem Blickwinkel, erscheint die Beschaffung der dafür notwendigen 20.000 € als durchaus realisierbar!
Aber was heißt eigentlich: Generalüberholung der Orgel?
Dies erklärt „unser“ Orgelbauer, Herr Stefan Peters (Glandorf):
„Etwa alle 20 Jahre ist es notwendig die gesamte Orgel zu reinigen und in den verschiedenen Verschleißbereichen zu bearbeiten, damit das Instrument auch
weiterhin zuverlässig seinen Dienst verrichten kann. Die wichtigste Aufgabe im Rahmen der Generalüberholung des Instruments ist, die insgesamt fast 1370 Pfeifen unterschiedlichster
Größe (von 2,40 m bis zu 1 cm lang sind die Körperlängen der Pfeifen) beOrgel (14)hutsam zu reinigen und im Anschluss einer Nachintonation zu unterziehen. Diese Aufgabe ist sehr anspruchsvoll und bedarf nicht nur musikalisches Talent, sondern auch besondere handwerkliche Fähigkeiten, die getragen werden durch jahrelange Erfahrung. Darüber hinaus muss auch die mechanische Verbindung von den Tasten zu den Ventilen überarbeitet werden, damit die Orgel auch weiterhin zuverlässig funktioniert.
Nicht zuletzt bedarf auch die „Lunge“ der Orgel einer Revision. „Wind“ ist hier das Stichwort. Da die Orgel ein Blasinstrument ist, werden hier sogenannte Bälge
eingesetzt, die den erforderlichen Winddruck erzeugen. Als Dichtungsmaterial wird hier Orgel (17)Leder eingesetzt, das nur eine begrenzte Halbwertzeit besitzt. Zuletzt spielt auch
das Raumklima eine entscheidende Rolle für den Zustand und den Verschleiß der Orgel.
Das sind die wesentlichen Bereiche, die im Rahmen der Generalüberholung einer Orgel bearbeitet werden müssen.
Die Arbeiten werden von Hand ausgeführt und können nicht automatisiert werden. Daher ist der Aufwand zunächst nicht unerheblich. Gemessen an der enormen Halbwertzeit einer Orgel allerdings relativiert sich das dann doch erheblich. In unserem Bestand haben wir Orgeln, die in einigen Bestandteilen über 300 Jahre alt sind und auch jeden Sonntag liturgisch eingesetzt werden.“ Natürlich müssen jetzt die notwendigen Mittel zu dieser
Generalüberholung zusammenkommen. Neben regelmäßigen Kollekten soll dies auch durch Konzerte geschehen.

Und – wer weiß? Vielleicht können wir die Orgel beim
Matthäusfest 2021 – zu ihrem 50. Geburtstag! – wieder feierlich einweihen!

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Spendenkonto: Kreiskirchenamt Hagen/Schwelm
Verwendungszweck: Matthäus Orgel 27710106
Kontonummer: 200 458 902 8
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