15. Dezember

Drei Könige – oder so

Und hier die Lösung unseres Rätsels vom 3. Advents-Sonntag:

Auf dem ehemaligen 50-DM-Schein ist Balthasar Neumann abgebildet, einer der berühmtesten deutschen Baumeister in Barock und Rokoko. Eines seiner Bauwerke: die Würzburger Residenz, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Den Kanon über das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ komponierte Melchior Vulpius, der 1615 im Alter von 45 Jahren als Stadtkantor von Weimar starb und zahlreiche geistliche Lieder und Musiken geschrieben hat.

Das Bild mit der Winterlandschaft trägt den Titel „Klosterfriedhof im Schnee“ und trägt die typische Handschrift des Künstlers, der es im Jahr 1817/18 gemalt hat: Caspar David Friedrich.

Die gesuchte Gemeinsamkeit ist also der Vorname der drei Künstler: Caspar, Melchior und Balthasar, der Legende nach die Namen der heiligen drei Könige!

Herzlichen Glückwunsch allen, die es erraten – und besonders den ersten fünf Einsendern, die jeweils eine DVD gewonnen haben.

Nun ja: ob es wirklich Könige waren? Die Bibel redet von Sterndeutern, „magioi“, Weisen, Astrologen, die vielleicht manchmal mehr in Sterne hinein- als aus ihnen herauslasen. Drei Dinge kann ich aber rund um diese Sterndeuter herum lernen:

Zum einen, dass es Gott völlig egal ist, ob jemand an ihn glaubt oder nicht, wenn er einem etwas mitteilen möchte;

zum zweiten, dass Gott auf ziemlich schräge Weise zu Menschen reden kann, sogar durch Sternkonstellationen, wenn das die Sprache sein sollte, auf die sie besonders reagieren; denn Gott spricht so zu uns, dass wir ihn wirklich verstehen können;

und schließlich: was für eine regelrechte Explosion der Freude zu erleben ist, wenn man Gott zu sich reden hört, seinem Wort Vertrauen schenkt, praktische Konsequenzen daraus zieht und dabei nicht aufhört, ein Ohr für Gott zu behalten.

Lesen Sie einfach mal Matthäus 2,1-12. Da werden Sie all das wiederentdecken – und vielleicht sogar angesteckt, selbst ein wenig mehr für Gottes Reden offen zu sein.